Clubabend

ÖSTERREICH - DAS ÖKONOMISCHE WUNDERKIND EUROPAS

03.09.2013 - 18:30 / 0 Teilnehmer
Wenn Österreich ein so vielgelobtes, europäisches Vorzeigeland ist, warum fällt es in den internationalen Standortrankings immer weiter zurück? Wie gut ist Österreich wirklich? Diesen Fragen ging Dr. Franz Schellhorn, Gründer und Leiter der Denkfabrik Agenda Austria, beim vergangenen Marketing Clubabend auf den Grund. Dabei hat der trotz der ernsten Lage des österreichischen Staatshaushaltes durchaus Humor bewiesen.
03.09.2013 - 18:30
Strandbar & Restaurant wake_up, Am Wehr 1 - Neue Donau, 1220 Wien
0 Teilnehmer

Pünktlich zum diesjährigen Saisonauftakt des Marketing Club Österreich und passend zu den anstehenden Nationalratswahlen offenbarte Dr. Franz Schellhorn, Gründer und Leiter der Denkfabrik Agenda Austria, den Mitgliedern und Gästen interessante Fakten und Ansichten: Österreich ist der viertreichste Staat der EU und das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit Europas. Ein Land mit hohem sozialen Ausgleich, einem im internationalen Umfeld vergleichsweise bescheidenen Budgetdefizit und einer rasch wachsenden, aber unter dem Durschnitt liegenden Staatsverschuldung. Rein statistisch gesehen ist Österreich also eines der europäischen Vorzeigeländer – dennoch fällt es in internationalen Standortrankings immer weiter zurück.

WOHLSTANDSGENERIERUNG AUF PUMP

Laut Schellhorn liegt der Grund dafür in einer überdurchschnittlich schwach ausgeprägten Reformbereitschaft der Regierenden, einer exzessiven Besteuerung der Bürger, einer Überbürokratisierung des Landes und einer seit Jahren praktizierten Wohlstandsgenerierung auf Pump. Die Ausgaben des Staates liegen derzeit um 41 Prozent höher als vor zehn Jahren, sie sind fast doppelt so schnell gewachsen wie das allgemeine Preisniveau. Mit hohen Staatsausgaben erkauft sich Österreich (virtuelles) Wirtschaftswachstum, frühe Pensionsantritte und finanziert nebenbei noch die versteinerten Verwaltungsstrukturen. Dabei gäbe es Lösungsansätze, die andere Länder zum Erfolg geführt haben, so Schellhorn. Etwa eine radikale Reform der Staatsorganisation nach Schweizer Vorbild (echter Föderalismus mit Steuerhoheit und Ausgabenverantwortung für Länder und Gemeinden) oder das Anheben des faktischen Pensionsantrittsalters nach schwedischem Muster (hohe Abschläge für jene, die vorzeitig in den Ruhestand wechseln).

MITGLIEDER UND GÄSTE ZU BESUCH AN DER DONAU

Der Marketing Club Österreich lud dieses Mal zur hippen Location wake_up an der Neuen Donau. Unter den Gästen waren auch: Reinhard Bösenkopf (Cayenne Wien), Chris Budgen (diamond:dogs), Harald Fleischer (ÖAMTC), Walter Fuchs (BMWFJ), Michael Graf (RMS), Georg Grassl (Henkel), Helmut Hanusch (Verlagsgruppe NEWS), Kristin Hanusch-Linser (ÖBB), Barbara Kociper (ING-DiBa), Gerhard Leitner (Wiener Städtische), Margreth Liebe-Kreutzner (BMWFJ), Silvia Nedbal (easybank), Markus Rauer (VAMP), Heidi Rothwangl-Buchmayer (REWE) und Stella Zaufal (Iglo).

Location

Strandbar & Restaurant wake_up, Am Wehr 1 - Neue Donau, 1220 Wien

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