Clubabend

CLUBABEND - "KIWENO & TECHBOLD – ZWEI START-UPS AUF ERFOLGSKURS"

16.01.2017 - 18:30 / 0 Teilnehmer
„Auch wenn es gerade voll im Trend liegt, sprechen wir heute nicht nur übers Scheitern sondern auch übers erfolgreich sein“, eröffnete Moderator Martin Weinand das Gespräch mit den Start-up-Überfliegern Bianca Gfrei und Damian Izdebski. Der erste Clubabend im neuen Jahr hat inspiriert, amüsiert und auch zum Nachdenken angeregt.
16.01.2017 - 18:30
designforum Wien im MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien
0 Teilnehmer

Kiweno & Techbold sind zwei von zahlreichen Vorzeige-Start-ups in Österreich. Beim Clubabend des Marketing Club Österreich in Kooperation mit Designaustria ging es vergangenen Montag um die richtige (Start)Motivation, Mut zum Scheitern und kreative Finanzierungsformen.

Bianca Gfrei, CEO von Kiweno, ist wie sie selbst sagt, eine Gründerin aus Kundenperspektive. Die Idee für ihr Business – Selbsttests für Lebensmittelunverträglichkeiten – kam ihr zunächst aus eigener Betroffenheit. Der Gedanke „da muss es doch eine bessere Lösung geben“, hat sie vor einigen Jahre zur Selbstständigkeit motiviert, seitdem hat sie sich selbst zu ihrem kritischsten Kunden ernannt. „Ich gehöre bestimmt zu den Menschen, die zuerst handeln und dann denken. Doch bisher habe ich eher die Dinge bereut, die ich nicht getan habe.“

Über Mut und Angst
Dass zu jedem Businessstart Mut aber auch Angst, bzw. gesunder Respekt einfach dazugehören, daraus macht Damian Izdebski keinen Hehl. Der ehemalige Inhaber der insolventen Handelsfirma DiTech startete nochmals neu und gründete 2015 die Techbold Technology Group. Seine Erfolgs- und Scheiter-Erfahrungen hielt er auch in einem Buch fest. „Angst gehört einfach dazu. Ein Unternehmer der behauptet, dass er keine Angst hat, lügt. Nach außen hin gibt es immer einen großen Masterplan. Doch im Grunde weiß man nicht, was passieren wird.“

Scheitern und Lernen
Izdebski hat von seinem Schiffbruch viel mitgenommen: „Rückblickend habe ich in der Zeit der Insolvenz mehr gelernt, als in den 15 Jahren zuvor. Somit sollte Scheitern eigentlich für jeden Unternehmer zum Pflichtprogramm erklärt werden. Freundschaften werden auf einen knallharten Prüfstand gestellt und man muss lernen sehr viel Negatives in kürzester Zeit zu verarbeiten oder erst gar nicht nah an sich herangehen zu lassen.“ Mut zu Fehltritten hat auch Bianca Gfrei: „Im Prinzip scheitert man als Start-up im kleinen Stil jeden dritten Tag. Die Devise lautet: Fail, learn and repeat. Man darf Fehler machen, nur wiederholen darf man sie nicht.“

Schweineaugen als Finanzierungsform
In einem Punkt sind sich wohl nicht nur die beiden sondern alle Business-Starter einig: Am Anfang ist es hart, denn das Budget ist meist knapp. Wenn es um Geldbeschaffung geht, sind kreative Ideen gefragt. Die hatte auch das Team von Bianca Gfrei. So kam ihr Kollege auf die eher unkonventionelle Idee vom Schlachthof gekaufte Schweine zu sezieren und die Augen an Pharmaunternehmen zu verkaufen. „Das war zu Beginn ein durchaus lukratives Geschäft, das zusätzliches Geld einbrachte“, so die sympathische Tirolerin, die immer wieder Hands-on Mentalität unter Beweis stellt.

Definition von Erfolg
Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes. Die einen sitzen mit leuchtenden Augen vor einem vollen Terminkalender, für die anderen ist finanzieller Erfolg entscheidend. Wer als Start-up das schnelle Geld machen will, wird höchstwahrscheinlich enttäuscht werden. Für langfristige Gewinne braucht es viel Geduld und Hingabe. Im Fall von Bianca Gfrei ist alles sehr schnell gegangen. Dank der richtigen Idee, einem Bekanntheits-Booster durch die Puls 4 Start-up-Show 2 Minuten 2 Millionen und zahlreichen Weiterentwicklungen schoss das junge Unternehmen ziemlich durch die Decke. Darum haben sie und ihr Team sich für 2017 vorgenommen, den Weg auch einmal zu genießen. Wenn man eines keinesfalls verpassen darf, dann sich seines Erfolges auch zu erfreuen.

Marketer und Designer
Das Designforum im MQ Wien bietet immer wieder einen stilvollen Rahmen für den Clubabend, dieses Mal war zudem eine wunderbare Neujahrs-Aufbruchs-Stimmung spürbar. Mit von der Partie waren auch Reinhard Bösenkopf (Cayenne Marketingagentur), Johannes Edl & Harald Meyer (Mediengruppe Österreich), Anja Hribar (Atlantic Brands), Thorsten Korn (Megaboard), Maria Laubreiter (Metro Cash & Carry), Harald Rametsteiner (FH St. Pölten), Peter Skala (Querdenke Consulting) sowie Martina Zöbl (FH Wien). Der Marketing Club Österreich bedankt sich bei Designaustria für die Kooperation und die Einladung ins Designforum Wien, sowie bei Martina Kapral von Potential AG für die Organisation der Vortragenden.

Location

designforum Wien im MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien

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